Soft Art Panoptikum

  Stefanie Alraune Siebert
Textilartistin
 
   

 

 


Auszüge aus der Presse:

…Soft Art - Weiche Kunst. In diesen Bereich der Pop-Kultur ordnet sich ihr Lebenswerk ein. In 28 Jahren entstanden 63 Figuren und 1001 Objekte. Mit ihnen entwirft die Künstlerin surreale Szenerien. Sie sind bunt, laut, ausschweifend, grell, detailverliebt. Sie ziehen in den Bann. Und haben Witz. Barocke Üppigkeit und textile Weichheit kennzeichnen alle…
Weich, das bedeute für sie Liebe, Zärtlichkeit, spürbares Vergnügen. Und Weiblichkeit. „Nähen ist eine urtypisch weibliche Handwerkstechnik“…
„Viele sehen nur das Schrille, das Lustige an meiner Kunst. Für mich steckt darin viel Eigenes, vor allem Schmerz. Ich habe mich mit weichen Materialien daran abgearbeitet,“ fügt Alraune Siebert noch hinzu. Sie hat den Schmerz weich gemacht. Sie hat ihn in Stoff und Watte verpackt, fest zugenäht. Sie hat sich eine zweite, phantastische Welt hervorgebracht - die Regie führt sie…

Rica Hennings, Ostsee-Zeitung, 22.08.09



…wo bei anderen das Herz schlägt, ist nichts als Watte, ihre faltige Haut besteht aus Trikotstoff: die Menschen der Textilkünstlerin Stefanie Alraune Siebert aus Tübingen entstehen Stich um Stich…
…die Siebert‘sche Sippe entzückt und schockiert zugleich…
…denn die Herren und Damen sind nicht mit Leben gefüllt, sondern mit Watte, ihre Haut ist Trikotstoff, ihr Haar aus Hanf, ihr Grinsen festgestickt. Der Kaviar, den sie esslöffelweise verspeisen, besteht aus eingefärbten Styroporkügelchen, und die Leberpastete müsste Lederpastete heißen – denn daraus ist sie geschneidert. An alles hat Siebert gedacht: an Zigarettenstummel mit Lippenstift im Aschenbecher, an Samtbrezeln mit aufgenähten weißen Perlen, die Rollmöpse sind aus Metallicstoff, und für den Spargel braucht es Seide, Spitzen und Rouge. Die Ausstellungsbesucher können sich kaum satt sehen an den Üppigkeiten, die alle Fälschungen sind…

„Die Menschennäherin“, Christine Keck, Stuttgarter Zeitung 30.03.09



….Man sollte sich vielleicht auch ein wenig vorsehen wie Miss Marple, die gerade ihre Reiseflinte ausgepackt hat. Vermutlich steht hier ein Kriminalfall kurz vor der Aufklärung. Fürs große Whodunit bei der Mördersuche könnte man sich folgende Lösung vorstellen: Alle sind der Mörder. Seien wir ehrlich, jeder dieser Herrschaften wäre, ohne mit der Wimper zu zucken, bereit zu morden. Doch man verzeiht jedem Einzelnen jede Schweinerei, denn die Figuren von Stefanie Alraune Siebert wirken extrem belebend – auf die Phantasie. Und sie können etwas, was wirklich selten geschafft wird: Sie meistern den Spagat zwischen Trivialem und Kunst bravourös. Diese Arbeiten werden nicht nur von wenigen Kennern goutiert, in ihrer Mischung aus Komik und Tragödie erschließen sie sich ihren Betrachtern auf allen Ebenen…
…Sie lösen die Grenze zwischen Kitsch und Kunst auf und erinnern in all ihrer Schrägheit an das Werk von Duane Hanson. Die Künstlerin hat eine sehr eigene Welt erschaffen, und das Schöne ist, ihr Schaffensprozess ist noch längst nicht beendet…

„Bitte zu Tisch ihr Lieben“, Ulla Steuernagel, Schwäbisches Tagblatt, 24.12.08


 

 



 
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